Die Wärmenutzung, Flächenheizung oder Heizkörper, hat einen entscheidenden Einfluss bei einer Wärmepumpe!
Neubau
Hoher Wohnkomfort basiert auf einem angenehmen Raumklima, dieses basiert auf einem hohen Anteil von Strahlungswärme und der optimalen Luftfeuchte. Dafür bietet eine Flächenheizung die größten Vorteile: Sie benötigt nur geringste Vorlauftemperaturen, eine Wärmepumpe muss also gegenüber der Wärmequellentemperatur nur wenig anheben, das bringt geringe Betriebskosten. Sie gibt die Wärme über die große Fläche sehr homogen ab, hat also eine gute Wärmeverteilung, weshalb keine Luftbewegungen entstehen und sich auch kein Schimmel in kalten Ecken bildet. Boden und Wände erwärmen sich nur auf etwas über 25°C, deshalb trocknet eine Flächenheizung die Raumluft auch nicht so stark aus, wie es bei einer relativ heißen Radiatorheizung der Fall ist. Durch eine optimale Luftfeuchte von ca. 50 % wird das Raumklima als sehr angenehm empfunden. Zudem hat die Fußbodenheizung eine puffernde Wirkung. Bei Sonneneinstrahlung wird die Wärme des aufgeheizten Bodens nicht mehr an den Raum abgegeben sondern an das System abgeführt
Für den Betrieb mit einer Wärmepumpe ist es wichtig, eine Flächenheizung perfekt für sie auszulegen. Das Bauprinzip ist gegenteilig zu dem für Heizungen mit fossilen Brennstoffen, die für den Brennwert-Effekt eine hohe Spreizung benötigen! Eine hohe Spreizung bedeutet eine höhere Vorlauftemperatur, welche mehr Arbeit für eine Wärmepumpe erfordert. Wir legen eine Flächenheizung daher möglichst unter den üblichen 35°C aus (Ziel sind max. 30°C, je nach baulicher Gegebenheit). Dies wird über sehr dichte Verlegeabstände der Heizungsrohre erreicht. Zudem optimieren wir die Hydraulik auf einen hohen Volumenstrom mit großen Rohrquerschnitten und kurzen Heizkreisen für geringe Druckverluste und damit kleinere Umwälzpumpen mit weniger Stromverbrauch.
Fußbodenheizung Wandheizung
Sanierung
Nicht in jedem Falle kann eine Flächenheizung installiert werden, gerade bei älteren Häusern mit vorhandenen Heizkörpern sind Lösungen gefragt, die einen wirtschaftlichen Betrieb in Verbindung mit einer Wärmepumpe trotzdem ermöglichen. Deshalb optimieren wir vorhandene Heizkörper und ergänzen Heizflächen in allen Fällen, wo ein wirtschaftlicher Betrieb dies erfordert:
Wir prüfen in jedem Raum die Raumheizlast im Verhältnis zur gewünschten Systemtemperatur und erkennen damit, ob die Heizkörper ausreichend sind oder gegen größere bzw. leistungsfähigere getauscht werden sollten. In jedem Falle sollte das Ziel sein, im Vorlauf unter Temperaturen von 50°C zu bleiben, auch wenn es so genannte "Hochtemperatur-Wärmepumpen" gibt die höhere Temperaturen erreichen können, so ist deren Wirtschaftlichkeit nicht gegeben.
Der Einsatz von Luftkonvektoren, die sich sowohl zum Heizen wie auch zum Kühlen eignen, senkt die nötige Systemtemperatur in einen sehr günstigen Bereich und ermöglicht erst so den sinnvollen Einsatz einer Wärmepumpe. Diese Maßnahme ist dort sinnvoll, wo vorhandene Heizkörper zu gering dimensioniert sind und damit niedrigen Vorlauftemperaturen im Wege stehen.
Grundsätzlich aber sollte bei Bestandsgebäuden zuerst die Wärmedämmung auf einen zeitgemäßen Stand gebracht werden! Dadurch wird weniger Heizlast benötigt, dadurch können die notwendigen Vorlauftemperaturen gesenkt und damit die Betriebskosten verringert werden.